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Chronik

1871 – Anblick Rheinfall

Januar 1871 – Missionshauptsitz Stadt Bern 

Verlegung des Missionshauptsitzes innerhalb der Stadt Bern nach Postgasse 33, „bei Hrn. Schirmfabrikant Beutler“.

 April 1871 – Deutsche Gemeinde in Salt Lake City.

Unter der Leitung Karl Gottfried Mäsers und mit Erlaubnis der Ersten Präsidentschaft wird in Salt Lake City die Deutsche Gemeinde (für die Deutsch sprechenden Mitglieder) organisiert.

Oktober 1871 – „Denke dir den Lauf der Welten“

Elder Johannes Huber, der spätere Missionspräsident, schreibt sein Gedicht „Gedanken beim Anblick des Rheinfalls“ nieder, welches später mit einer Melodie von Philip Paul Bliss zum Lied „Denke dir den Lauf der Welten“ vereinigt wird. Im Gesangbuch von 1996 sind noch drei der ursprünglich sechs Verse enthalten (Lied Nr. 172).

Das Lied, das sich bald grosser Beliebtheit erfreut, wird auch anlässlich der Einweihungsfeier für das Gemeindehaus Schaffhausen am 16. März 1952 gesungen, nahe dem Ort also, wo die tosenden Fluten des Rheines die Gedanken eines demütigen Missionars inspirierten.

Die Gemeinde Schaffhausen, anlässlich der Einweihung ihres Gemeindehauses 1952, an der das Lied „Denke dir den Lauf der Welten“ von Johannes Huber gesungen wurde. Die Gemeinde war erst rund ein halbes Jahr früher, am 26. August 1951, wieder eröffnet worden. Elder Stayner Richards (1885-1953), Assistent des Rates der Zwölf Apostel, sprach „das erhabene und demütige Einweihungsgebet für das Gemeindehaus und [das] Grundstück.“
(Aus: „Der Stern“, Juni 1952, S. 187ff.)
Anwesen der Familie Johannes Huber (1840-1914) in Midway, Utah, mit einer Gedenktafel: „Durch den Einfluss von Johannes Huber liessen sich hunderte von Schweizer Immigranten in Midway und im Westen nieder. 1863 kam er mit Ochsengespannen an, und seiner Führung waren über sechzig bekehrte Mormonen-Immigranten anvertraut, darunter seine künftige Frau. Brigham Young berief Huber als Präsident der Schweizerisch-Deutschen Mission von 1871-1874 in die Schweiz zurück, wo er das Buch Mormon übersetzte [korrekter: redigierte] und publizierte. Maria Magdalena Munz Huber war gelernte Weberin und Flechterin. Sie machte das neue Heim zu einer Zufluchtsstätte und zu einem Ort für Veranstaltungen des Gemeinwesens, insbesondere für Musik und Theater.
Huber errichtete das eingeschossige Holzhaus 1878. Die Innenwände der Diele aus Adobe-Ziegeln wurden nach einem besonderen Plan mit einem Holztäfer verkleidet. Zwei Anbauten mit Schrägdach dienten als Esszimmer und Küche. Unter dem Giebeldach schliefen neun der zehn Kinder. Von den warmen Mineralquellen wurde Travertine-Kalkstein hergeholt, mit dem die zwei Fuss dicken Wände der Molkerei ca. 1885 erbaut wurden.
John Huber schrieb die Geschichte von Midway zwischen 1859-1910. Er starb in seinem Haus 1914, seine Witwe, Mary Huber, starb 1935; ihr jüngster Sohn, Joseph, verblieb im Haus bis zur Errichtung des Wasatch Mountain State Park [wo das Haus liegt].
(Fotographien vom 24.04.2003.)
Gedenktafel

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