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Chronik

1937 – Präsidenten Besuch

15. – 17. Mai 1937 – Pfingst – Jugendtagung

Der Gemeinschaftliche Fortbildungsverein der Schweizerisch-Deutschen Mission organisiert eine Pfingst-Jugendtagung auf der zur Jugendherberge umgebauten Burg „Rotberg“ im Leimental. Über 220 Mitglieder und Freude nehmen daran teil, und die Tagung wird als „voller Erfolg“ bezeichnet. Solche Tagungen erfreuen sich stets grosser Beliebtheit.

Juli 1937 – Heber J. Grant

Präsident Heber J. Grant besucht die Mitglieder der Kirche in Deutschland und in der Schweiz. Mehrere Konferenzen im Gebiet der Schweizerisch-Deutschen Mission werden abgehalten, darunter in Basel, Zürich und Frankfurt. Im Zentrum seiner Ansprachen stehen sein Zeugnis vom Buch Mormon einerseits und eine Abhandlung über „Die Glaubensartikel“ andererseits. Bezüglich dem Buch Mormon führt er aus, wie er dieses Buch als Junge zum ersten Mal gelesen hat:

„Von jener Zeit bis auf diesen Tag habe ich immer ein starkes Zeugnis gehabt, dass das Buch Mormon wahrhaftig das ist, was es sein will: das Wort Gottes an die Ureinwohner Amerikas.“ Auch von den „Glaubensartikeln“ und dessen Verfasser, dem Propheten Joseph Smith, legt er beredt Zeugnis ab: „Ich bin sehr glücklich, Ihnen mein Zeugnis zu hinterlassen, dass ich ohne den Schatten eines Zweifels weiss, dass Joseph Smith im Auftrage Gottes das wahre Evangelium wiederhergestellt hat und dass wir heute wieder aller Segnungen der ursprünglichen Kirche Jesu Christi teilhaftig werden können. Ich weiss, dass der Baum lebt und gute Früchte trägt, und warum weiss ich das?, weil ich meine Hand ausgestreckt und die Frucht gepflückt und gegessen habe.“

Ein wirkungsvoller Besuch

Von Mirjam Schirm, 9. Juni 2003

Im Jahr 1937 besuchte Heber J. Grant die Gemeinde Interlaken. Die respektvolle Persönlichkeit des Propheten beeindruckte den Kunstmaler Arthur Hodel so sehr, dass er ihn nach dessen Besuch porträtierte; vollendet wurde das Gemälde 1938. Arthur Hodel, der zu jener Zeit mit seiner Familie schon in Burgdorf lebte, aber als fürsorgender jüngster Sohn seine Mutter in Matten bei Interlaken oft besuchte, schenkte das Gemälde der Gemeinde Interlaken. Es hing fortan im Predigtsaal an der Jungfraustrasse – dort hatte es die Berichtende entdeckt –, kurz nach dem Tode des Propheten Heber J. Grant im Jahre 1945. Später, als die Gemeinde an die Rugenaustrasse zog, ging das Bild mit und kam weiterhin seiner Bestimmung nach, die Mitglieder zu erfreuen und an den Besuch eines Propheten zu erinnern. Für die Schreibende schien der tiefe und ernste Blick Heber J. Grants immer zu mahnen: Nimm die Worte der Redner ernst – erinnere dich an die Botschaft der Propheten – dein Erlöser lebt! Sie nahm die Mahnung auf ihre Lebensreise. Als sie einmal nach vielen Jahren ihre Heimatgemeinde besuchte, die nun längst im neuen Gemeindehaus am Hertigässli in Matten untergebracht war, suchten ihre Augen während einer Ansprache in alter Gewohnheit das Bild an der Wand – und fanden es nicht. Wo war das Bild? Onkel Paul Balmer wusste es. Das gesuchte Objekt liege in einem dunklen Schrank – seiner ursprünglichen Bestimmung enthoben… Das ärgerte die ehemalige Schwester der Interlakner Gemeinde. So kam es, dass nebenstehendes Porträt von Matten nach Worblaufen dislozierte. Leute sehen es – Leute erfreuen sich daran. Danke Onkel Paul! Danke Arthur Hodel!

August 1937

Das mittlerweile in die Jahre gekommene Gesangbuch sowie das „Deseret Sontagschulliederbuch“ werden in einer neuen, erweiterten Ausgabe in ein einziges Gesangbuch zusammengefasst und in Basel herausgegeben. Im Jahr 1944 erfährt diese Ausgabe eine Neuauflage in der Schweizerischen Mission.

Dezember 1937

Die deutschsprachigen Missionen werden wie folgt reorganisiert: Die Schweizerisch-Österreichische Mission mit Sitz in Basel und dem Missionspräsidenten Thomas E. McKay; die Westdeutsche Mission mit Sitz in Frankfurt am Main und dem Missionspräsidenten Philemon M. Kelly; die Ostdeutsche Mission mit Sitz in Berlin und dem Missionspräsidenten Alfred C. Rees.

Sonntagsschule in Kreuz-Malix bei Chur im Jahre 1937. Schon früh waren die Mormonen-Missionare in das Bündnerland gekommen, doch stiessen sie bei der Bevölkerung auf wenig Gegenliebe und wurden immer wieder an Leib und Leben bedroht. Elder Joseph B. Wirthlin (*1917) vom Rat der Zwölf erzählte einst, wie sein Urgrossvater, Leopold Wirthlin (1828-1888), um 1876 zusammen mit seinem Mitarbeiter von der Bündnerbevölkerung „auf einen hohen Berg“ bei Chur verschleppt worden sei, wo man die Missionare zu töten beabsichtigte; den beiden aber gelang in letzter Minute die Flucht.
Mit der Taufe von Mathias Schmid-Hassler am 4. November 1891 in der Rabiosa, dem Landwasser des Churwaldertals, bei Malix, gewann die Gemeinde Chur an Stabilität und blieb bis heute ohne Unterbruch bestehen, obwohl viele Mitglieder im Laufe der Jahre ins Unterland verzogen.
Zur Verfügung gestellt von der Geschichtsschreiberin des Zweigs Chur, Liliane Schmid-Müller, Malix. Durch die unermüdliche Arbeit von Liliane Schmid verfügt der Zweig über eine bewundernswert umfassend dokumentierte Geschichte, die auch einen Grossteil der Distrikts- bzw. Pfahlgeschichte miteinschliesst.

175 Jahrfeier

Historische Plätze

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