6. April 1830 – Wiederherstellung der Kirche
Die Kirche Jesu Christi wird unter der Leitung des Propheten Joseph Smith in Fayette, Bundesstaat New York, wiederhergestellt. Am 26. April 1838 wird der Name der Kirche ergänzt mit dem Hinweis „der Heiligen der Letzten Tage“. Die Hinzufügung dient unter anderem der Unterscheidung zwischen der christlichen Urkirche in neutestamentlicher Zeit und der Kirche Jesu Christi in unserer Zeit.
April 1840 – Sendung nach Europa
Auf der Generalkonferenz der Kirche in Nauvoo, Bundesstaat Illinois, wird Apostel Orson Hyde vom Propheten Joseph Smith dazu berufen, zu den Juden nach Europa zu gehen und anschliessend nach Palästina zu reisen, um dort das Heilige Land für die Rückkehr der Juden zu weihen.
1841/1842 – Weihung Heilige Land
Auf dem Weg nach Jerusalem durchquert Orson Hyde die Niederlande und Deutschland, wo er in Rotterdam, Amsterdam und Frankfurt Abschriften einer Ansprache, die sich an die Juden richtet, verteilt. Am 21. Oktober 1841 langt er in Jerusalem an und am 24. weiht er das Heilige Land für die Rückkehr der Juden.
Nachrichten von der Tätigkeit Apostel Hydes und/oder der anhaltenden Missionserfolge in Grossbritannien erreichen zu dieser Zeit die Schweiz. Anlässlich der bernischen Generalsynode 1841 warnt Pfarrer Abraham Samuel Rüfenacht von Wattenwil im Gürbetal: „Es sei Besorgnis vorhanden, dass sich diese Mormonitensecte, wahrscheinlich mit amerikanischen Ländereikaufsspeculationen verbunden, auch im Canton Bern zu verbreiten suchen werde, und dass sich Agenten derselben deren einer, ein ursprünglich bernischer Angehöriger ihm [Rüfenacht] persönlich bezeichnet worden sei, in der hiesigen Gegend herumtreiben dürfen. Es sei nothwendig, dass die Geistlichkeit auf diese in gefährlich schlauer Form auftretende Seelenverkäuferei ein wachsames Auge habe.“ Pfarrer Karl Rudolf Anneler von Oberdiessbach hingegen fand „sie nicht so gefährlich, indem das Volk den plumpen Betrug doch leicht zu durchschauen im Stande sei.“
Orson Hyde, nach seiner Missionsreise durch den Nahen Osten wieder nach Europa zurückgekehrt, verbringt einige Monate in Deutschland, wo er im August 1842 die 109-seitige Schrift «Ein Ruf aus der Wüste» herausgibt.
12. September 1848 – Schweizerische Bundesvervassung
Die schweizerische Bundesverfassung tritt in Kraft und garantiert – neben Einschränkungen: nur den vom Staate, d. h. von den Kantonen anerkannten Konfessionen – Religions-, Glaubens- und Gewissensfreiheit.
Oktober 1849 – Erste Missionare in Europa
Anlässlich der Generalkonferenz der Kirche in Salt Lake City beruft die Erste Präsidentschaft etliche Missionare auf Missionen in die Länder des europäischen Kontinents. Seit 1837 hat die Kirche mit beträchtlichem Erfolg in Grossbritannien gewirkt, und dieser Erfolg soll jetzt auf die übrigen Länder Europas ausgedehnt werden. Die verschiedenen Missionen werden durch Mitglieder des Kollegiums der Zwölf Apostel geleitet: John Taylor wird nach Frankreich und Deutschland gesandt, Lorenzo Snow nach Italien und Erastus Snow nach Skandinavien.
Kapitel Chronik
Anhang der Chronik
175 Jahrfeier
Historische Plätze
Mount Brigham (1850)
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175 Jahrfeier
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Anhang der Chronik
Historische Plätze
Mount Brigham (1850)
Tempel Zollikofen (1955)
