18. März 1899 – Beerdigung Elder Alder
In seinem Arbeitsfeld in Chur verstirbt Elder Gottfried Alder an Lungenentzündung. Er wurde am 20. Juli 1848 in Schwellbrunn im Kanton Appenzell Ausserrhoden geboren und schloss sich der Kirche am 1. Februar 1862 an; im August 1869 reiste er nach Zion, wo er Anna Ruesch heiratete und sich in Manti niederliess. Im Mai 1898 wurde er als Missionar in die Schweiz berufen.
Dann, „am 11. März, erhielt Ältester H. E. Bowmann, Präsident der Schweizerischen Mission, einen Brief von Bruder Brown, welcher ihm Br. Alders Krankheit anmeldete und wünschte, dass Br. Alder von einem Ältesten besucht würde. Präs. Bowmann berichtete sofort dem Ältesten K. Keller (seit Jugendzeiten ein treuer Freund zu Br. Alder) nach Chur zu gehen und bei Br. Alder zu verbleiben während seiner Krankheit.“
Am 13. März telegraphierte Bruder Brown nach Bern, Präsident Henry E. Bowmann „möchte sofort nach Chur kommen, da Br. Alders Lage sich verschlimmert habe.“ Elder Alder erhielt mehrere Krankensegen, und sein Zustand schien sich zu bessern, doch bald nach der Abreise Präsident Bowmanns verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehends, bis er schliesslich am 18. März um 10:00 Uhr der Krankheit erlag. „Der Herr schien es anders beschlossen zu haben.“
„Das Gesetz des Landes forderte, dass er zeitgemäss beerdigt würde. Die Brüder besorgten ihm einen Metallsarg, in welchem Br. Alder hermetisch verschlossen und der schönen Ordnung gemäss am Dienstag, den 21. März, Nachmittags 3 Uhr, der Erde zur Ruhe übergeben wurde.
Oktober 1899 – Zion in der Heimat
Die Kirchenführer beginnen, unter den Mitgliedern darauf hinzuwirken, nicht mehr nach Utah auszuwandern. Schon einige Zeit vorher war der „Ständige Auswanderungsfonds“ aufgelöst worden, womit die Emigration von selbst etwas nachliess. Die neue Weisung an die Mitglieder lautet nun, in ihrer Heimat zu bleiben und dort die Kirche zu festigen und aufzubauen. Das Gros der aktiven Mitglieder ignoriert diese Weisung jedoch geradezu; die Auswanderung im grossen Stil setzt sich bis in die Sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts fort.
31. Dezember 1899 – Mitgliederbestand
An der Schwelle des 20. Jahrhunderts verzeichnet die Deutsche Mission einen Mitgliederbestand von 1’198, in 35 Gemeinden wohnhaft. Die Schweizerische Mission verzeichnet einen Mitgliederbestand von 1’078, in 19 Gemeinden wohnhaft.
Kapitel Chronik
Anhang der Chronik
175 Jahrfeier
Historische Plätze
Mount Brigham (1850)
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Mount Brigham (1850)
Tempel Zollikofen (1955)
