10. Juni 1952 – Besichtigung Tempelgrundstück in Bern
Präsident David O. McKay kommt in Basel an, um die Einzelheiten des Tempelbaus in der Schweiz zu erörtern. Missionspräsident Samuel E. Bringhurst schlägt den Bau eines Tempels in Bern vor. Nach kurzer Diskussion entscheiden sich die Anwesenden für diese Stadt. Anschliessend fahren die Brüder nach Bern, um Grundstücke zu besichtigen.
6. Juli 1952 – Besuch Präsident O. McKay in Basel
Präsident David O. McKay besucht eine „grosse Sonderversammlung“ in Basel. Sogar die „Basler National-Zeitung“ würdigt die Ankunft des Propheten in der Ausgabe des 5./6. Juli. Bei der Nachmittagversammlung um 16 Uhr ist der letzte Platz schon lange vor Beginn der Versammlung besetzt „und Stühle mussten noch in die Gänge eingeschoben werden“.
In der mit Spannung erwarteten Ansprache Präsident McKays geht er auf ein Gespräch ein, das er in Hawaii mit einem Professor führte und das die folgende Wendung nahm:
„Ich sagte: ‚Doktor, Sie reisten viel herum auf den Hawaiischen Inseln, und Sie hatten eine gute Gelegenheit, den Lebensstandard und Charakter der Mormonen mit andern Hawaianern zu vergleichen. Sagen Sie mir ehrlich, was bringt ein Vergleich zwischen den Mitgliedern unsrer Kirche und den andern Hawaianern zutage?‘ ‚Oh‘, antwortete er, ‚sie sind gewissermassen der „Rahm“ der Insel.‘ An jenem Abend, als ich eine Gruppe von Mitgliedern der Kirche traf, erzählte ich ihnen diese Unterhaltung und machte ihnen in launiger Form mein Kompliment, dass sie sich als „Rahm“ der Insel betrachten dürften. Ich sagte jedoch unter Heiterkeit: ‚Bevor Sie das Evangelium hörten, waren Sie Magermilch, erst der Gehorsam zum Evangelium machte Sie zum Rahm‘ – und das ist wahr.“
Elder Merrill K. Bradshaw, der den Propheten übersetzt, tut das so gekonnt und vom Heiligen Geist getragen, dass die Mitglieder den Eindruck haben, der Prophet spreche ohne Übersetzer zu ihnen.
Die Sonderkonferenz in Basel: Schwester Mengia Caviezel (1931-2001), die als Heimlehrer zu besuchen mir eine Ehre war, hat oft erzählt, wie sie im Trio mit ihren beiden Schwestern überraschend eine Gesangseinlage darzubieten hatte, als Ältester Wilhelm Zimmer (1900-1976; 1942-1961 Präsident der politischen Gemeinde Birsfelden) die Geschwister Caviezel im Laufe der Versammlung spontan ankündigte, weil die vorgesehene Musikeinlage ausgefallen war. Sie sangen das Lied „Ich weiss eine kleine Kapelle“, das Mutter Caviezel zufällig in der Tasche bei sich trug, und das sie gerade am Vorabend noch „zum Spass“ geübt hatten. Präsident McKay fand an den Trio und ihrem Lied ausserordentlich Gefallen. Vielleicht ist das der Grund, weshalb er seine Ansprache mit den Worten einleitete: „In beinahe jedem Teil der Kirche, den wir besuchen, finden wir eine Gruppe singender Mütter. Wenige andre Gruppen in der Kirche strahlen mehr Inspiration und Glück aus, als diese lieben Frauen. Ich war auf dieser Reise durch Deutschland und die Schweiz, in der Tat durch die ganze Europäische Mission, an dem vorzüglichen Singen sehr interessiert.“ Aus: „Der Stern“, September 1952, S. 287ff.
21. November 1952 – Kaufvertrag Tempelgrundstück
Missionspräsident Samuel E. Bringhurst unterzeichnet den Kaufvertrag für das Tempelgrundstück in Zollikofen bei Bern, nachdem er am 18. November von Präsident McKay dazu ermächtigt worden ist. Der Preis beträgt Fr. 780’000.— plus Gebühren. Im Kaufpreis sind bereits die fertigen Strassen sowie die Kanalisation enthalten.
21. Dezember 1952 – Gemeindehaus Winterthur
Missionspräsident Bringhurst weiht das Gemeindehaus in Winterthur. Es ist das erste Mal, dass einem Missionspräsidenten die Vollmacht von der Ersten Präsidentschaft übertragen worden war, die Weihung eines solchen Gebäudes vorzunehmen. Dies „zeigt von dem grossen Vertrauen, das die Erste Präsidentschaft in seine Führerschaft hatte.“ Der „Stern“-Bericht vom März 1953 fährt fort:
„Der Geist des Herrn war in wunderbarer Weise in dieser Einweihungsfeier zu fühlen. Den Ansprachen der Sondergäste folgte die Hauptansprache und das eindrucksvolle und demütige Einweihungsgebet, gesprochen von Missionspräsident Samuel E. Bringhurst.»
Mit dieser Einweihungsfeier schlossen Präsident und Schwester Bringhurst ihre vierjährige, segensreiche Missionszeit in der Schweizerisch-Österreichischen Mission, nachdem sie eine Woche zuvor imstande waren, mit der Hilfe des Himmlischen Vaters, die letzte und grösste Aufgabe in ihrer Missionstätigkeit zu beenden – den Ankauf des Platzes für einen Tempel des Herrn für die Mitglieder in Europa. Dadurch erfüllten sie ihre eigenen beenden eigenen Worte, die sie beim Antritt ihrer Mission den Mitgliedern entgegenbrachten, nämlich:
„Lassen Sie uns zum Ausdruck bringen, dass wir uns so recht von Herzen freuen, bei Ihnen zu sein, und wir hoffen, dass es uns mit des Herrn Hilfe und mit Ihrer Gemeinschaft gelingen wird, die Kirche des Sohnes Gottes in diesem Teile der Welt aufzubauen und die Menschen dem Königreich Gottes entgegenzuführen.“
Kapitel Chronik
Anhang der Chronik
175 Jahrfeier
Historische Plätze
Mount Brigham (1850)
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175 Jahrfeier
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Anhang der Chronik
Historische Plätze
Mount Brigham (1850)
Tempel Zollikofen (1955)
