Januar 2000 – «Der Stern» wird zum «Liahona»
In seinem 126. Erscheinungsjahr wird „Der Stern“ im Zuge einer weltweiten Konsolidierung der Kirchenzeitschriften umbenannt in «Liahona«.
An der Schwelle eines neuen Jahrtausends veröffentlichen die Erste Präsidentschaft und der Rat der Zwölf die Erklärung „Der lebendige Christus“.
ab Januar 2000 – CD-Projekt
Die Jungen Allein stehenden Erwachsenen (JAE’s) der Pfähle Bern und Zürich studieren ein Chorkonzert im Rahmen eines „Music and the spoken word“ ein. An Ostern folgt die Produktion einer CD des Konzerts, und an Pfingsten beginnt eine Tournee durch verschiedene Städte in der Schweiz (Zürich, Bern, Basel) und in Deutschland (München), wo das Programm unter begeistertem Beifall eines zahlreichen Publikums dargeboten wird.
7./8. Oktober 2000 – Der 100. Tempel
An der Generalkonferenz der Kirche gibt Präsident Hinckley bekannt, dass vor kurzem in Boston, Massachusetts, der 100. Tempel der Kirche in Betrieb genommen wurde. Damit ist das Ziel, das er sich selbst und der Kirche vorgegeben hat, nämlich bis ins Jahr 2000 hundert sich in Betrieb befindliche Tempel zu haben, erreicht. Weitere Tempel sollen gebaut werden, jedoch in einem etwas langsameren Rhythmus als in den vergangenen Jahren.
Während der Sonntagmorgen Konferenz wird das neue Konferenzzentrum in Salt Lake City geweiht und der Hosanna Ruf erschallt. Es ist ein bedeutender Tag in der Geschichte der Kirche.
24. November 2000 – Ausflug zum „Mount Brigham“
Eine fast 20-köpfige Gruppe von Mitgliedern der Pfähle Bern, Genf, Zürich und Stuttgart macht sich auf, den „Mount Brigham“ bei Torre Pellice im Piemont zu besteigen und auf dem „Fels der Prophezeiung“ eine kleine Feier abzuhalten. Am gleichen Tag vor 150 Jahren nahm die Verkündigung des wiederhergestellen Evangeliums durch Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage von diesem Platz aus seinen Anfang und dehnte sich in viele weitere Länder aus.
„Es ist der Morgen des 24. November 2000, 6.30 Uhr: Der Regen hat nachgelassen, erstmals seit Tagen. Nach drei Uhr in der Früh soll’s gewesen sein. In der Dunkelheit huschen einige Gestalten aus ihren Schlafzimmern in den Frühstücksraum. Es herrscht eine dankbare Stimmung. In guter Laune nehmen wir das Frühstück ein und packen die Lunchpakete. Bruder Ulrich Rückauer aus der Gemeinde Esslingen hält einen sehr bewegenden geistigen Morgengedanken. Er hat sich das Motto „Herr, gib mir ein Gebirge“ gewählt, in Anlehnung an den Wunsch Josuas, es möge ihm sein Erbteil „im Gebirge Efraim“ zugeteilt werden (siehe Josua 19:49-50). Bruder Rückauer erklärt in seinen Ausführungen, wie sich die Propheten in alter und in neuer Zeit immer wieder in die Berge zurückgezogen haben, um dort dem Herrn besonders nahe zu sein.
Gegen 8.00 Uhr brechen wir auf. Es muss in der Nacht tief hinunter geschneit haben, denn die Berge rund um uns, die kaum höher sind als 1’600 Meter, sind weiss bedeckt. Die markante Form des Monte Castelùs oder des Mount Brigham ist nicht zu übersehen. Die ersten Kilometer fahren wir mit unserem 17-plätzigen Kleinbus, den Bruder Benjamin Gräub geschickt steuert, bergauf. Ein Teil der Gruppe fährt im Auto von Bruder Erik Psota mit. Bald aber endet die asphaltierte Strasse. Wir steigen aus und beginnen mit unserer Bergwanderung. Diese Wanderung ist sehr beschwerlich und teilweise auch sehr gefährlich, sodass ein Teil der Gruppe beschliesst, den Weg nach oben frühzeitig abzubrechen. Der Schnee wird jetzt immer tiefer, und endlich waten wir durch knietiefen Schnee, immer weiter den Berg hoch. Der hohe Schnee hat den Vorteil, dass die Schritte wieder sicherer werden und man nicht mehr so leicht auszurutschen droht. Wir langen auf einer Art Sattel an. Von hier sind es nur noch wenige Meter bis auf den Gipfel. Doch versperren uns haufenweise umgeknickte Bäume, die der Sturm „Lothar“ hinterlassen hat, den Weg. Man muss sich teilweise richtig unter den Bäumen durchzwängen. Aber dann endlich haben wir’s geschafft: Der Gipfel (1‘482 Meter) ist erklommen. Jetzt gilt es, das Felsentor zu finden, das uns zum Fels der Prophezeiung führt. Ein Freudenschrei erschallt: Das Felsentor ist gefunden. Es ist faszinierend. Noch nie habe ich etwas Ähnliches gesehen. Es scheint der Eingang zu einer Höhle zu sein, doch statt dessen tritt man auf ein Felsplateau und es öffnet sich eine Weitsicht von atemberaubender Schönheit.
… Wir geniessen den Triumph. Erinnerungsfotos werden gemacht. Es herrscht eine glückliche, feierliche Stimmung; wir freuen uns. Wir singen das Lied „Preiset den Mann“ (Gesangbuch Nr. 17), eines jener Lieder, das die Brüder damals auch gesungen haben.“ („Liahona“, Mai 2001).
Auf dem Berg werden Zeugnisse gegeben und ein Gebet wird gesprochen. Noch am gleichen Tag kehrt die Gruppe in die Schweiz zurück.
Auch der Pfahl Genf gedenkt der Ereignisse vor 150 Jahren mit verschiedenen Veranstaltungen; unter anderem wird eine Ausstellung konzipiert, die im Pfahlhaus gezeigt wird.
Kapitel Chronik
Anhang der Chronik
175 Jahrfeier
Historische Plätze
Mount Brigham (1850)
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175 Jahrfeier
Kapitel Chronik
Anhang der Chronik
Historische Plätze
Mount Brigham (1850)
Tempel Zollikofen (1955)
