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Chronik

1956 – Frieden

30. Juni 1956 – Missionare im Tempel

Die Missionare der Schweizerisch-Österreichischen Mission kommen zu einer Session im Schweizer Tempel zusammen. Über 130 von ihnen sind anwesend, und es bereitet ihnen grosse Freude, das stellvertretende Werk für die Verstorbenen zu tun.

Juli 1956 – Gemeindehaus Zollikofen

Fertigstellung des Gemeindehauses und des Informationsbüros auf dem Tempelplatz in Zollikofen.

Dezember 1956 – Erlebnis von Gordon B. Hinckleys

Möglicherweise in diese Zeit des Ungarischen Volksaufstands fällt das nachfolgende Erlebnis Elder Gordon B. Hinckleys, das er im Ensign Dezember 1983 in seiner Eigenschaft als Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft schildert:

„Ich erinnere mich, vor Jahren zu einer Zeit in Europa gewesen zu sein, als Panzer die breiten Strassen einer Stadt entlangrollten und Studenten durch Maschinengewehrfeuer niedergemetzelt wurden. An jenem Dezembertag stand ich jedoch am Bahnhof von Bern. Um 11 Uhr vormittags begannen in der ganzen Schweiz die Kirchenglocken zu läuten, und als sie aufhörten, blieben alle Fahrzeuge stehen – jedes Auto auf der Strasse, jeder Bus, jede Bahn. In der grossen, halbdunklen Bahnhofshalle wurde es totenstill. Ich blickte aus der Bahnhofshalle hinaus auf den Vorplatz. Die Bauarbeiter, die gerade noch an dem gegenüberliegenden Hotel gearbeitet hatten und auf dem Gerüst standen, hatten ihr Haupt entblösst. Jedes Fahrrad blieb stehen. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind stiegen ab und standen mit entblösstem geneigtem Haupt da. Nach drei Minuten stillen Gebets begannen grosse, mit Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten beladene Lastwagenkolonnen aus Genf, Bern, Basel und Zürich in Richtung Osten zu rollen, um den notleidenden Menschen dort zu helfen. Die Tore der Schweiz wurden den Flüchtlingen geöffnet.

 

Als ich an jenem Dezembertag dastand, staunte ich über den gewaltigen Gegensatz: In dem einen Land werden Studenten von tyrannischen Regierungsmächten niedergemäht, und in einem anderen Land beugen christlich gesinnte Menschen andachtsvoll ihr Haupt im Gebet, worauf sie die Ärmel hochkrempeln und Hilfe und Unterstützung bringen.“

175 Jahrfeier

Historische Plätze

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