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Februar 1851 – Weihung der Schweiz für die Missionarbeit

Lorenzo Snow besucht Elder Stenhouse in Genf, wo er mit diesem während eines Monats zusammenarbeitet. Lorenzo Snow zeigt sich

«sehr erfreut über die Aussichten, das Evangelium (dort) zu etablieren. Ich fühle mich frei und in einer freien Umgebung und (möchte) Gutes von der Schweiz prophezeien.»

Während seines Aufenthalts in der Schweiz weihte Apostel Snow das Land zur Verkündigung des Evangeliums. Ein ausführlicher Bericht und der Briefwechsel Lorenzo Snows in dieser Zeit findet sich in der von seiner Schwester Eliza R. Snow zusammengestellten «Biography and Family Record of Lorenzo Snows»; ein Auszug in deutscher Sprache ist im Anhang abgedruckt.

Elder Thomas B. H. Stenhouse (1824-1882), der als erster die Missionsarbeit in der Schweiz aufnahm, bei Schuhmacher Jean-Claude Mazuire (1810-) in der Rue Neuve-du-Molard in Genf.
Aus: «Sending the Gospel to the Swiss», Paul-Anthon Nielson, Dezember 1989, Titelblatt.
Portrait von Thomas B. H. Stenhouse und seiner Frau Fanny geb. Warn (1826-1904), die ihren Mann aufgrund ihrer guten Französischkenntnisse bei der Missionsarbeit sehr unterstützte. Eliza R. Snow (1804-1887) verfasste zu Ehren Fanny Stenhouses das Gedicht «To Mrs. Stenhouse, Switzerland», welches im August 1853 in England veröffentlicht wurde. Die Stenhouses gehörten zum sog. intellektuellen Kreis in der Kirche und trennten sich später von ihr. (Mit Genehmigung von pan archiv)

5. März 1851 – 1. Taufe in der Schweiz

Jean-Claude Mazuire lässt sich in der Rhône als erstes Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in der Schweiz taufen. Dieser ersten Taufe folgen bald mehrere weitere nach.

Mai/Juni 1851 – Öffentlicher Vortrag gegen den «Mormonismus»

Ein erster öffentlicher Vortrag in Genf gegen den sogenannten „Mormonismus“ sorgt für eine beträchtliche Aufregung im gesellschaftlichen Leben. Eider Stenhouse stellt fest, dass

«uns in einem Abend grössere Bekanntheit verschafft (wurde), als wir sie mit unseren eigenen Leistungen während mehreren Monaten hätten erreichen können.»

Zwischen dem journalistisch begabten Missionar und seinen Kritikern in der Westschweiz beginnt ein eigentlicher «Traktaten-Krieg».

Juli/August 1851 – Fertigstellung Buch Mormon auf Deutsch

Unter der Leitung von John Taylor vom Rat der Zwölf und des Ältesten George P. Dykes sowie unter Mithilfe des Ältesten Curtis E. Bolton, der am französischen Text arbeitet, wird die Übersetzung des Buches Mormon in die deutsche und französische Sprache in Hamburg vorangetrieben.

Der stereotypierte Text wird später so arrangiert, dass sich das Französische und das Deutsche gegenüber stehen. Im Mai des Jahres 1852 schliesst George P. Dykes die Übersetzung, Korrektur, Drucklegung und Stereotypierung des Buches Mormon in deutscher Sprache ab. Nach Englisch (1830), Dänisch (1851), Französisch (1852) und Walisisch (1852) ist dies die fünfte Sprache, in der das Buch Mormon erscheint; im selben Jahr (1852) wird das Buch Mormon auch in Italienisch veröffentlicht.

August 1851 – Der Beginn im Kanton Waadt

Aufgrund der schriftlichen Anfrage eines Spitalverwalters in Lausanne begibt sich Elder Stenhouse in den Kanton Waadt. In Lausanne angekommen, setzt er sich mit Jacques François Stoudeman in Verbindung und beginnt, diesem die Lehren der Kirche zu erklären. Am 7. August 1851, noch während seines Aufenthalts in Lausanne, tauft Elder Stenhouse Jacques François Stoudeman. Damit ist das Fundament der Kirche in einer weiteren Schweizer Stadt gelegt.

1. November 1851 – Herausgabe «Zions Panier»

Herausgabe der ersten deutschsprachigen Kirchenzeitschrift «Zions Panier» in Hamburg unter der Leitung von John Taylor und George P. Dykes; bis Februar 1852.

31. Dezember 1851 – Mitglieder in Genf & Lausanne

Zum Jahresende weist die Gruppe Heiliger der Letzten Tage in Genf rund 20 Mitglieder auf. Gleichzeitig wird von einer kleineren Gruppe in Lausanne berichtet.

175 Jahrfeier

Historische Plätze

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