An die Frauen-Hülfsvereine der schweizerischen und deutschen Mission.
„Der Stern“ vom 1. April 1884.
von Annie W. Cannon
(Anmerkung der Redaktion: Der nachfolgende Text wird als zeitgeschichtliches Dokument in seiner ursprünglichen Fassung wiedergegeben. Die damalige Rechtschreibung und Ausdrucksweise wurden bewusst unverändert belassen.)
In Betracht der ungeheuren Entfernung zwischen den Frauen dieses Landes und ihren Schwestern in Zion, und der in Folge dessen begrenzten Mittel, im Stande zu sein, viel zu wissen, die Frauen-Hülfsvereine der Heiligen der letzten Tage betreffend, habe ich gedacht, es würde vielleicht meinen Schwestern in dieser Mission, welche in diesem preiswürdigen Unternehmen thätig sind, angenehm sein, eine kurze Beschreibung des Werkes, welches von diesen Vereinen gethan wird, zu lesen und ich hoffe auch, sie möchten dadurch einige belehrende Winke und wohlthätige Anregungen erhalten. Der Frau Antheil im Werke, das Königreich Gottes aufzubauen, hat sich jemals von selbst in einer bezeichnenden Weise geltend gemacht, so viel, dass in den frühesten Tagen der Kirche der Prophet Joseph es nothwendig hielt, die Frauen Zions in Vereine zu organisiren, da in vereintem Wirken mehr Gutes von ihnen gethan werden konnte und sie auch besser fähig sein würden, die Pflichten zu erfüllen, die ihnen oblagen. Der erste Verein wurde in Nauvoo am 17. März 1842 organisirt, und des Propheten Weib Emma wurde zur Präsidentin gerufen. Dieser Verein fing sein Wirken unter der unmittelbaren Instruktion und Sorgfalt des Propheten Joseph an und die Mitglieder wurden zu ihrem Missionswerke von ihm gesegnet und eingesetzt. Gross war ihr Eifer und da sind viele, welche sie heute noch für die gütige, zeitliche und geistliche Unterstützung preisen und lieben und für die mütterliche Hülfe, genossen von den Händen dieser lieblichen Frauen. Die hauptsächliche Arbeit der Frauen in jenen Tagen, war in den Tempeln von Kirtland und Nauvoo zu wirken und über die Kranken und Trauernden zu wachen und sie zu trösten, ihre Herzen waren in ihrem Wirken und sie arbeiteten heiter und glücklich für aller Wohl, Sonnenschein und Frohsinn mit sich bringend, wohin immer sie gingen, ob mit der fröhlichen Menge, oder im Krankenzimmer, oder neben dem trauernden Herzen. Von Denen, die in der ersten Organisation waren, sind nur noch wenige übrig. Unter den uns noch aufbehaltenen sind unsere hochgeachteten Schwestern Eliza R. Snow, Zina D. H. Young und Sarah M. Kimball, welche immer noch in den Interessen der Vereine sehr thätig sind.
Während von der ersten Organisation schreibend, sind wir Schwester Elisabeth Ann Whitney, welche seit zwei Jahren in das Grab gelegt wurde, Erwähnung schuldig. Sie war ein ganz ausserordentlich thätiges Glied des Vereins und wurde so theuer geliebt wegen ihrer mütterlichen Zärtlichkeit, die sie zeigte und ihrer erquickenden Worte, die sie aussprach, dass man sie Mutter Whitney den Tröster nannte; ihre Stimme war so süss und weich, und in den Tempeln sang sie so wunderschön, dass man sie den süssen Sänger Zions nannte. Sogar ein Schein von Glanz schien immer um sie zu sein und sie erinnerte einem mehr an die Engel des Himmels, denn ein irdisches Wesen. In den Tempeln war sie gesegnet mit der Gabe von Zungen und sang in einer Sprache, die von dem Propheten Joseph als die Sprache des Gartens Eden bezeichnet wurde. Diese Gabe besass sie bis zu ihrem letzten Momente auf der Erde und niemals erschien sie so wunderschön und mächtig, als wenn sie für ihre geliebten Freunde in dieser himmlischen unbekannten Zunge sang. Für einige Zeit nach der Emigration nach Utah war der Verein in einem ungewissen Zustande, weil einige der Schwestern im Osten zurückgeblieben waren, andere während der langen beschwerlichen Reise über die amerikanische Wüste gestorben, und jene, welche sich nach Zion versammelt hatten, waren in verschiedenen Gegenden zerstreut. Ausserdem hatte Jede ihre eigene Heimath zu bereiten, welches so viel Arbeit erforderte, dass, obgleich die Schwestern einander stets hülfreich waren, keine Arbeit von einem organisirten Vereine gethan wurde. Als jedoch das Volk mehr gedeihlich und sicher in seinen Verhältnissen war, Präsident Brigham Young fühlte die Nothwendigkeit, die Frauenvereine wieder zu organisiren und berief Schwester Eliza R. Snow über alle die gemachten Organisationen der Frauen der Kirche zu präsidiren. Er gab ihr Instruktionen, die Organisation und Art und Weise der Geschäfte betreffend, und so begann das grosse System, welches heute so vollkommen und lobenswerth ist.
Schwester Eliza ist immer eng verbunden gewesen mit allen Arbeiten der Frauen Zions und hat je einen unermüdlichen Eifer in den Interessen ihres Geschlechts gezeigt. Im Besitze eines starken Gemüths, grosser geschäftlicher Fähigkeit und einer hochgeistigen Natur, scheint sie für diese Position geboren zu sein und ihr Wirken darin ist so treu und bewunderungswürdig erfüllt worden, dass es die Achtung und den Respekt von Jedermann erregt hat; und noch obgleich ihr 80. Geburtsjahr vorübergegangen ist, arbeitet sie fleissig und unermüdlich in ihrer Position. Als sie ihre Mission von der Reorganisation erhielt, besuchte sie mit ihren Mitarbeiterinnen alle Warde in der Salzseestadt, dann die verschiedenen Ansiedlungen in Utah, wo unter dem Einflusse der verschiedenen Bischöfe Frauenvereine organisirt wurden.
Das Haus von Sarah M. Granger Kimball (1818-1898) in Nauvoo, in dem am 17. März 1842 die Frauenhilfsvereinigung gegründet wurde.
Fotographie vom August 1994.
Dann wurden diese Vereine zusammengerufen und mit dem Einflusse der Präsidenten der Pfähle, Pfahlorganisationen formirt durch die Ernennung einer Präsidentin, Räthinnen und einer Sekretärin, um dem Wohlergehen der Wardorganisationen in den verschiedenen Pfählen nachzusehen. Schwester Eliza war beinahe bei allen diesen Organisationen gegenwärtig, manchmal für den ausdrücklichen Zweck über hunderte von Meilen wildes Land durchreisend und jedesmal viele werthvolle Instruktionen ertheilend, die Nothwendigkeit der Vereine erklärend und die Art und Weise wie dieselben zu leiten, wie sie selbst unterwiesen war und ihr zu thun gerathen wurde durch Präsident Young. Die Vereine sind so schnell gewachsen und haben an Zahl zugenommen, dass nun in der Welt wenige Plätze sind, wo genug Heilige existiren, ohne einen Frauenverein. Überall werden sie gefunden in stillen und fleissigen Arbeiten in allen Richtungen Gutes verbreitend und machen ihren Einfluss unter dem Volke geltend. Die Pflichten der Vereine haben sich sogar vermehrt, wie die Vereine selbst und heute kennt ihr Wirken keine Grenzen; die grosse Hülfe, welche sie ertheilen, ist wundervoll und das gethane Gute übersteigt die grössten Erwartungen. Es kann kaum in Worte gefasst werden und überragt alle Berechnungen. Unterstützt und aufrechterhalten in dem Gedanken, dass sie im Pfade der Pflicht wandeln, die Frauen Zions haben anhaltend gearbeitet, über alle Opposition und Hindernisse zu triumphiren, jeden Tag ihren Einfluss auswärts verbreitend und andern eine hülfreiche Hand ausstreckend. Mit ihrem Glauben und ihrer Güte hat ihre Macht und Stärke zugenommen, bis nun, ausgestattet mit den unschätzbaren Grazien: Glaube, Liebe und Hoffnung, sie zu einer Höhe von Vollkommenheit gelangt sind, dass sie vor der Welt als ein Bund von edlen unerschrockenen Frauen stehen.
Ein Blick auf diese Vereine und ihre Wirkungen sollte die Welt verursachen, die Idee für immer bei Seite zu legen, dass die Frauen Utahs unterdrückt und ehrlos sind; denn wo anders in der ganzen weiten Welt kann man solch eine Gemeinschaft von fleissigern und wohlthätigern Frauen finden? Vom Anfange an haben sie ein Gefühl genährt, dass alle ihre Arbeiten Liebeswerke sein sollten. Und von dem Geiste und den systematischen Plänen, welche sie besitzen, kann man sich leicht einbilden, welches grosse Gute sie vollenden können. Die Lehrer der Vereine machen geregelte Besuche zu allen Leuten ihres Wardes (Bezirkes), sammeln die Beiträge von den Händen der Bemittelten, ertheilt und ermitteln die Verhältnisse und Bedürfnisse der Armen und geben Hülfe und Rath, wie sie herumgehen. Alle zwei Wochen werden Versammlungen gehalten, die Rapporte der Lehrer zu hören und alle sonstigen Geschäfte zu thun, welche damit in Verbindung stehen und sich auch des süssen Vergnügens erfreuend über die Grundsätze des Evangeliums zu sprechen und eines das andere zu belehren und zu instruiren. Bei solchen Gelegenheiten werden sie oft gesegnet mit dem Geiste des Herrn, dass sie singen und in Zungen reden und die Auslegung derselben haben. Diese Gabe stärkt ihr Zeugnis, indem sie darin eine Erfüllung von Prophezeiung sehen. Einmal des Monats werden Arbeitsversammlungen gehalten und die Schwestern lassen die Nadeln für ein paar Stunden fleissig gehen und verfertigen verschiedene Arten Dinge, welche unter die Armen vertheilt werden. Viele hunderte Dollar werth Nadelarbeit ist entweder den Bedürftigen geschenkt oder anderwärts verkauft und der Ertrag zu barmherzigen Zwecken verwendet worden. Auf diese Weise sind die Schwestern befähigt gewesen im Erbauen von Tempeln und andern öffentlichen Gebäuden, oder einem scheidenden Missionär zu helfen, und haben durch angewendeten Fleiss und Sparsamkeit noch immer ein wenig überbehalten, sozusagen für einen Regentag. Sie machen es sich zur Pflicht, mit den Kranken zu wachen und geben jede mögliche Aufmerksamkeit Denen, die sehr beschwert sind. Diese lieblichen Frauen werden in den Trauerhäusern gefunden und wenden ihre besten Bestrebungen an die Trauernden zu trösten und die Dahingeschiedenen für das Grab in Ordnung zu bringen. Die meisten Begräbnissgewänder werden in den Versammlungen der Schwestern gefertigt. Tempelgewänder werden auch gemacht durch die Hände der Frauenvereine und für den Gebrauch der Leute gehalten.
Anfänglich versammelten sich die Vereine im Hause eines Mitgliedes, doch sie nahmen so schnell zu an Zahl, so wie auch ihre angefertigten Gegenstände, dass es für das Beste gehalten wurde, sich in den Wardhäusern zu versammeln; doch sogar da hatten sie nicht den Platz, ihre Güter aufzubewahren und in ihrem stillen Fleisse und niefehlenden Eifer ersparten sie für die Errichtung ihrer eigenen Lokale, sodass nun viele dieser Vereine ihre eigenen Häuser haben, oder ein Zimmer für sich selbst im Wardhause, gebaut und eingerichtet von ihren eigenen Mitteln. Einige Vereine haben einen Laden und die Erträge davon werden in die Vereinskasse gethan. Andere haben Getreidespeicher, denn sie haben die Mission erhalten Getreide abzulegen für eine Zeit des Mangels, welches Präsident Young prophezeite, würde auf die Erde kommen und er selbst organisirte ein Komite mit Emelin B. Wells als Präsidentin, die Erhaltung und Aufspeicherung von Getreide in den Vereinen zu beaufsichtigen.
So sorgfältig waren die Vereine geworden von ihrem Wirken unter sich selbst, und so nothwendig wurde es erachtet, dass die Aussenwelt mehr von den Frauen der Heiligen der letzten Tage lernen möchte, dass eine Publikation, der „Woman Exponent“ genannt, in der Salzseestadt etablirt wurde und eine junge Dame, Lula Green, erwählt, das Blatt herauszugeben. Diese Zeitung wurde durch Subscriptionen und Beiträge der verschiedenen Vereine angefangen und wird zu dem besondern Zwecke, das Wirken der Frauen Zions repräsentirend, veröffentlicht. Da die erstgenannte Herausgeberin sich zurückgezogen hat, so wird der „Exponent“ nun seit mehr denn sieben Jahren von Frau Emelin B. Wells herausgegeben. Das Unternehmen, die Redaktion einer Frauenzeitung, ist in jeder Beziehung sehr erfolgreich gewesen und nicht nur werden die Vereine darin repräsentirt, sondern durch ihre Spalten vertheidigen die Frauen Utahs ihre Rechte siegreich und sprechen für sich selber im Entgegnen vieler falscher Gerüchte, welche über sie in Umlauf gesetzt werden. Es ist auch ein Mittel gewesen, um literarisches Talent unter den Frauen zu begünstigen und Viele, welche nun gute und vollendete Schreiber sind, erhielten ihre erste Ermunterung durch den „Exponent“.
Ein anderes preiswürdiges Unternehmen unter den Frauen Utahs ist ihr grosses Interesse und ihre Thätigkeit in Serikultur, sie haben planmässig daran gearbeitet und haben beträchtlichen Erfolg gehabt; obgleich diese Industrie noch in seiner Kindheit ist. Mit der grössten Energie in diesem Fache hat Schwester Zina D. H. Young gearbeitet, welche selbst eine Maulbeerplantage und Cocoonerie in Aufsicht nahm. Die Industrie ist nun richtig etablirt, eine Seidenspinnerei ist gebaut worden und im Betriebe, und sehr feine Sorten Utahseiden sind produzirt worden. – Dieses ist ein schwieriges Unternehmen gewesen, denn nicht nur alle Maschinen mussten importirt werden, sondern auch praktische Seidenweber konnten nicht in Utah gefunden werden und es wurde nöthig einige zu emigriren, welche die Industrie verstanden, ehe Manufaktiren begonnen werden konnte.
Leiterinnen der Frauenhilfsvereinigungen in den deutschsprachigen Missionen, erschienen in einer Bilderserie der Zeitschrift „Der Wegweiser“ vom März und April 1930.
Noch eine andere höchst ehrbare Bewegung, welche die Vereine machten, ist die Hülfe und der Antrieb, den junge Frauen erhielten, Medicin zu studiren. Viele der Ansiedlungen sind in isolirten Gegenden situirt und ärztliche Hülfe in Unglücks- oder plötzlichen Krankheitsfällen war bis dahin unmöglich zu erlangen. Ausserdem war eine grosse Majorität der Ärzte unter unserm Volke nicht Mitglieder der Kirche und es ist jederzeit unsere Politik gewesen, die zu begünstigen, die unseres Volkes sind. Wenn die Frage unsere jungen Schwestern hinwegzusenden und Medizin zu studiren entstand, Schwester Romania B. Pratt wünschte lebhaft sich zu den Pionnier-Frauenärzten Utahs zu zählen, ging demgemäss nach dem Osten und bezog ein medizinisches Kollegium in Philadelphia, und studirte sehr unverdrossen und brachte es bald weit in der gewählten Wissenschaft. Nach ihrem Examen kehrte sie nach Utah zurück und fing nicht nur an in ihrem Fache zu praktiziren, sondern nahm Klassen junger Frauen, von den verschiedenen Ansiedlungen, gab ihnen Instructionen in Medizin, Chirurgie und besonders in Hebammenkunst. Viele andere sind Frau Pratts Beispiel gefolgt und sind nun vielversprechende Praktionäre unter dem Volke. Die meisten dieser Schwestern haben Unterstützung von den Frauenvereinen erhalten und viele junge Frauen, während in Dr. Pratts Lehrkursus, werden von den genannten Vereinen unterhalten. Diese Klassen bereiten sich für die höheren akademischen Klassen vor und mit der Hülfe dieses Kursus sind nicht gezwungen, so lange im Auslande zu verbleiben. Seit dieser ersten Bewegung ist von unsern jungen Frauen schneller Progress in dieser Richtung gemacht worden, und Utah hat heute mehrere Frauenärzte von ausgezeichneter Fähigkeit, ausser vielen, welche nur die Hebammenkunst von Dr. Pratt erlernt und dann ihre Examen vor den leitenden Ärzten der Salzseestadt gemacht haben, und zu Hause gegangen sind, um in ihrem Berufe zu administriren.
Sowie die verschiedenen Frauen ihre Examen bestanden hatten und anfingen unter dem Volke zu praktiziren, so wurde die Nothwendigkeit eines Hospitals bald eingesehen. Dieses Unternehmen wurde zuerst von Dr. Pratt, kurz nach ihrer Rückkehr vom Osten als nothwendig bezeichnet; doch nicht bis 1882 waren die Schwestern fähig etwas so grosses zu unternehmen, wenn dieses Projekt frohlockend aufgenommen und durch die Vereine unterstützt wurde, seiner Nöthigkeit und segensreichen Folgen wegen und es wurde beschlossen, die Kosten durch monatliche freiwillige Beiträge aufzubringen und die Mitglieder der verschiedenen Vereine wurden zugleich Mitglieder des Hospitalvereins. Demgemäss wurde das Institut ohne Kapital etablirt, sich beinahe gänzlich auf den Unterhalt der verschiedenen Vereine stützend. Dieses ist für die Frauenvereine ein gewagtes Unternehmen gewesen und auch eine schwere Taxe an ihre geringen Kassen, doch wie in allen ihren übrigen Bestrebungen, haben sie treulich und willig gearbeitet und haben nun grosse Ursache, sich für ihre grosse Mühe belohnt zu fühlen. Das Deseret Hospital ist in sehr gedeihlichen Umständen.
Ganze Bände könnten über die Werke der Frauen in Zion geschrieben werden uns sie würden nicht alles erzählen können; doch ich will nicht mehr aufzählen, da meine Absicht blos war, etwas in Betreff der Organisationen und hauptsächlichsten Werke der Frauenvereine zu berühren. Da sind viele andere Werke, die ich gar nicht erwähnt habe, unter ihnen die Organisationen junger Frauen und Mädchen und die der Kinder, der Anfang der Organisationen unter den Indianerfrauen und die Reisen der leitenden Frauen von einem Ende des Territoriums zum andern und sogar in andern Ländern, für den Zweck, die verschiedenen Vereine zu organisiren und ermuthigen. Doch meine Zeit erlaubt mir nicht so viel aufzuzählen. Ich hoffe, dass Ihnen erlaubt sei, nach Zion zu sammeln und nicht nur von diesen Dingen zu lernen, sondern auch im grossen Werke der Mormonenfrauen zu helfen. Es hat mir das grösste Vergnügen gewährt, den Schwestern dieses Landes zu begegnen, und es hat mich besonders mit erhabener Freude erfüllt, Sie in Frauenvereine organisirt zu sehen, denn ich bin gewiss, Sie werden viel Segen von diesen Vereinen erhalten. Mögen Sie immer Segen und Wohlergehen in Ihren Arbeiten erfahren und trotz ungünstigen Verhältnissen und Verfolgung, denen Sie zu widerstehen haben, doch fest und treu im Werke der Wahrheit stehen, ist der ernste Wunsch Eurer Schwester im Evangelium:
Bern, Postgasse 36, den 12. März 1884. Annie W. Cannon.
Anhang der Chronik
Kapitel Chronik
175 Jahrfeier
Historische Plätze
Mount Brigham (1850)
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175 Jahrfeier
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Historische Plätze
Mount Brigham (1850)
Tempel Zollikofen (1955)